Eye in the Sky

Ich mag blau. Ich mag Ordnung und gerade Linien. Ich mag Kontraste. Ich hasse Überwachung.

Bei der Deutschen Bundesbank darf man davon ausgehen, dass die Kameras an der Außenwand des Gebäudes echt sind. Auch darf man davon ausgehen, dass sie eher für den Objektschutz als ausufernde Überwachung von Passanten gedacht sind. Lässt man das mal außer Betracht, weckt das Bild schon seltsame Gefühle in mir.

Diese Aufnahme entstand im Sommer 2014 auf über 10 Jahre abgelaufenem Fuji Superia 100 in einer gebraucht erstandenen Nikon F80. Vermutlich hatte ich wie immer mein 50mm f1.8D dabei.

Ich vermute, dass ich das Motiv eigentlich wegen der netten Spiegelung in der Fensterfront entdeckt habe. Die ist hier zwar kaum noch wahrzunehmen, aber ein wenig Blau ist dann doch im Grau des Gebäudes eingefangen worden. Die wegstürzenden Linien finde ich persönlich auch spannend.


Aber dann trifft mein Auge auf die Kamera an der Hauswand. So weit oben. Irgendwie bedrohlich.

Also schnell ein Foto machen und weiter, bevor man mich hier verjagt. Oder wie die Wolken und der Himmel einfängt und festhält. Ist das nur mein Eindruck, oder sehen die Fenster doch ein bisschen nach Gittern aus…?

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