Elternprotest

Obwohl es meistens anders herum läuft, durfte ICH gestern Marco eine Gelegenheit bieten MICH zu begleiten. Was ist denn da los?

Zum Weltfrauentag am 08.03.2014 hatte der Verein HappyBirthday e.V. zu einer Demonstration in der Karlsruher Innenstand aufgerufen. Als Vorstandsmitglied darf ich da natürlich nicht fehlen. Also hieß es: Ran an die Kameratasche! Ab auf die Straße!

 

Die Hintergründe zur Demo kannst du hei HappyBirthday nachlesen. Kurz gefasst: Ab Juli 2015 sind aufgrund von fehlenden Möglichkeiten zur Absicherung durch eine Berufshaftpflichtversicherung viele Hebammen gezwungen ihre Arbeit rund um die Geburt aufzugeben.

Das heißt konkret, dass es  gar keine freiberuflichen Hebammen mehr geben wird. Niemand kann dann noch persönliche Vor- und Nachsorge anbieten, Vorbereitungskurse leiten oder überhaupt eine Geburt außerhalb einer Klinik betreuen. Es wird auch keine Beleggeburten mehr geben und Krankenhäuser, die mit freien Hebammen arbeiten, werden ihre Abteilungen schließen müssen. Die 1:1 Betreuung wird noch unrealistischer. Und auch die Ärzte in den Kliniken müssen mit enormer Mehrbelastungen rechnen. Die Krankenkassen werden die steigenden Kosten aller Wahrscheinlich kein nach auf die Versicherten umlegen. Letztenendes trifft des dann auch die Eltern und alle anderen Versicherten.

Die Resonanz zum Aufruf auf die Straße zu gehen war großartig. Bei angemeldeten 300 Teilnehmern waren laut der anwesenden Polizei ganze 1400 Menschen gekommen! Bei dem Gedränge in der Karlsruher Innenstadt und mit meinem kleinen Assistenten in Ausbildung (=Sohn) im Schlepptau, kam ich leider nicht so schnell voran wie erhofft. Aber das wichtigste ist: Wir haben Menschen mobilisiert. Jetzt dürfen wir nur nicht wieder stehenbleiben!

In einem Rausch, ausgelöst durch eine Erkältung, Kopfschmerzen, Schlafmangel, Paracetamol und Dehydration, habe ich weitere Effekte aus dem Docma Preset-Paket ausprobiert. Beim Artikel über das Shooting mit Helen habe ich zum ersten mal Kontakt damit gehabt.  Ich muss mich noch ein wenig zügeln, was die Stärke der Bearbeitung angeht, aber ansonsten ist der Workflow grandios. Vielleicht sollte ich mir meine eigenen Presets entsprechen strukturieren…?

4 Gedanken zu „Elternprotest“

  1. Wow, vielen Dank für die vielen Bilder und Eindrücke. Ich bin begeistert, wie Du Menschen mit der Linse einfängst ohne, dass diese davon etwas mitbekommen. Die Blickwinkel sind gut gewählt, auch wenn man nicht dabei war bekommt man so einen guten Eindruck von der Demo. Überrascht war ich darüber wie wenig Mitmenschen, auch mit kleinen Kindern bisher nicht von der Misere gewusst haben – daher war die Demo wichtig und ich bin gespannt wie es weiter geht!

  2. Pingback: Kein Weg zu weit!

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