Altes Glas

Vor vielen vielen Jahren drückte mir mein Vater eine Kodak Retina Reflex IV in die Hand und weckte meine Lust auf Fotografie. Etwa zehn Jahre später durfte ich sie mir wieder einmal ausleihen.

Inzwischen habe ich sie durchgeritten. Aber es war eine schöne Zeit…

Die Aufnahmen in diesem Beitrag sind mit ebendieser Kamera entstanden. Dabei gefällt mir vor allem, dass diese Bilder ziemlich bewusst entstanden sind. Die Kamera, die bereits einige Jahre auf dem Buckel hatte, ist nach heutigen Standards nicht gerade komfortabel in der Bedienung. Das liegt einerseits daran, dass der Body vollmechanisch ist. Andererseits läuft nach so vielen Jahren einiges nicht mehr so rund. Es war also etwas Frickelei und Geduld angesagt.

Außerdem waren die Objektive ein Traum: Ein Schneider-Kreuznach Retina-Curtagon 35mm f/2.8 sowie ein Schneider-Kreuznach Retina-Tele-Arton 90mm f/4.

Zusammen mit einigen sehr guten Nahlinsen sind dabei diese Bilder entstanden.

An den richtigen Stellen ausreichend scharf, an den anderen Stellen samtweich. Ein schönes Bokeh. Herrlich. Selbst diese banalen Motive aus dem Garten einer Ferienwohnung wirken für mich spannend.

Nun liegt auf meinem Schreibtisch ein Carl Zeiss Planar 50mm 1.4. Zum ersten Mal verfluche ich das Nikon F-Bayonett. Solche Linsen können leider nicht ohne weiteres mit Adapter angeschlossen werden. Es bedarf einer Korrekturlinse oder einer Knonversion. Ersteres geht mit enormen Qualitätsverlusten einher. Letzteres ist recht teuer. Aber wie bei The Bokeh Factory zu sehen ist, lohnt es sich manchmal.

Mal sehen, was mein Geldbeutel sagt.

Ein Gedanke zu „Altes Glas“

  1. Schöne Geschichte. Alte Kameras und alte Objektive haben ihren speziellen Reiz. Das Ziel eine Zeiss-Linse auf Nikon umzubauen lohnt sich sicher. Vielleicht können das auch andere. Frag mal bei Kameratechnik Langer.

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